Tauchen und Tauchen (Erfahrungsbericht)

Als ich nach Flug und Transfer des Nächtens in Adrasan aus dem Auto stieg, war mir noch nicht klar, dass es einen Unterschied zwischen Tauchen und Tauchen gibt. Nachdem ich immer wieder mich mit dem Gedanken befasst habe zu tauchen, sollte es nun im  Urlaub ernst werden. Doch von einem Fremden das Tauchen lernen? Man hat ja doch so seine Bedenken.

Wie ich am nächsten Morgen bemerkt habe, waren diese Bedenken völlig überflüssig. Denn solch eine herzliche Aufnahme habe ich noch nie erlebt. Keine 5 Minuten auf der Base, und man fühlte sich wie daheim. Der kleine aber feine Unterschied war die Tatsache, dass es hier nicht ausschließlich um das Tauchen geht. Nein, denn hier ist „Familienleben“ angesagt. Der Dreh- und Angelpunkt eines jeden liegt auf der Base, auf der man sich den Tag vertreiben kann, sei es beim Lesen im Kösk, gemütlichen Beisammensein, oder beim Fachsimpeln über das gemeinsame Hobby. Man findet stets einen Ansprechpartner für seine Probleme, und auch kurzfristiges Organisieren wird hier meisterhaft bewiesen.

Trotz allem, jetzt wurde es ernst. Bücher und Filme brachten uns das theoretische Wissen bei, unterstützt durch Lehrstunden von Holger. Aber tauchen lernt man nicht auf dem Trockenen, und so ging es schon am ersten Tag unter der Anleitung von Holger ins Wasser. Innerhalb einer Woche wurde so das grundlegende Handwerkszeug vermittelt, verbunden mit den tollsten Tauchplätzen.

Neben dem Tauchen gab es auch noch Ausfahrten, wie etwa an die 5 Inseln. Die Abende verbrachten wir gemeinsam auf der Basis beim Grillen oder bei einem Besuch in der Bullbar. Mediha und Holger sind stets bemüht, ein Rahmenprogramm für ihre Gäste zu bieten und nehmen auch gerne Ideen von anderen auf.

Das ist der kleine, aber nicht zu vernachlässigende Unterschied zwischen Tauchen und Tauchen. Auf anderen Basen sind die Guides und Tauchlehrer nach dem Tauchgang verschwunden und man ist sich selbst überlassen. In Adrasan ist man Teil der Tauchbasis, und somit Teil dieser wunderbaren Familie. Im Vordergrund steht immer das „WIR“.

In diesem Sinne möchte ich mich nochmals herzlich für die Gastfreundschaft bedanken, und hoffe, dass diese Familie noch lange bestehen möge. Denn Tauchen ist nicht gleich Tauchen.

Christoph Herwig, August 2010

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